Diese wunderbare Bitterkeit

Christoph Peters und Albrecht Ude

Was im 16. Jahrhundert als Ritual der Samurai-Krieger entstand, ist heute japanischer Nationalkult: die Teezeremonie, bis ins kleinste Detail vier Stunden lang durchchoreografiert. Und was vor 20 Jahren in einer deutschen Küche mit ungelenken Experimenten und ungenießbar bitterem Ergebnis begann, wurde zum Lebensthema des Schriftstellers Christoph Peters: Nachdem er begriffen hatte, dass dieser Kult eher mit Karate als mit Kochen verwandt ist, wurde der Teekenner auch zum Zeremonienmeister. Auf dem langen Weg des Zen geht es darum, den sprunghaften Geist des Menschen zu überlisten, damit er im Augenblick zur Ruhe kommt und sich selbst erkennt.

Christoph Peters hat die japanische Teekultur häufig in Romane einfließen lassen. In dem Büchlein „Diese wunderbare Bitterkeit“ erzählt er nun klug und selbstironisch, wie sein Leben mit Tee zwar komplizierter, aber auch schöner wurde. Nach einer Lesung aus seiner fröhlichen Wissenschaft vom Tee spricht er mit dem Journalisten Albrecht Ude darüber, was traditionelle Rituale für die japanische Kultur und Gesellschaft bedeuten und welche Rituale sich auch bei anderen Teezeremonien finden. Dann wird es still. Christoph Peters führt eine formvollendete Teezeremonie vor – aber keine Angst: gekürzt auf 20 Minuten. Anschließend gibt es eine Schale tadellosen Tees zu probieren, der bestimmt nicht bitter schmeckt. Solch eine Veranstaltung kann nirgends besser passen als in Ostfriesland. Ganz besonders, wenn Mitarbeiter des Ostfriesischen Teemuseums zu Beginn eine Einführung in die ostfriesische Teezeremonie geben – inklusive Teeverkostung.

18 Uhr Ostfriesische Teezeremonie
Ort: Ständesaal der Ostfriesischen Landschaft Aurich
Durchführung: Ostfriesisches Teemuseum Norden
Preis: 6 Euro
Dauer: ca. 30 Minuten

Partner: Ostfriesische Landschaft, Ostfriesisches Teemuseum Norden undVGH Regionaldirektion Emden
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Christoph Peters studierte Malerei in Karlsruhe und lebt heute in Berlin. Auf Reisen nach Asien und Nordafrika taucht er immer wieder in fremde Welten ein. Als Autor zahlreicher Romane und Erzählungen wurde er vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Wolfgang-Koeppen-Preis 2018.In den letzten Jahren erschienen die Erzählungen „Selfie mit Sheikh“, der Roman „Das Jahr der Katze“ und 2020 „Dorfroman“. Im Herbst 2021 kommt „Tage in Tokio“ heraus.

Albrecht Ude studierte Sinologie und Mediävistik an der Universität Hamburg. Er arbeitet als Journalist, Übersetzer und Recherche-Trainer, publiziert unter anderem bei Die Zeit, Zeit online, c‘t undgolem.de. Seine Leidenschaft für Tee entstand in seiner Heimat Ostfriesland sowie auf Reisen durch die Teeanbauländer in Ostasien. Seit über zehn Jahren befasst er sich mit der japanischen Teekultur.

Veranstaltungsort

Landschaftsforum der Ostfriesischen Landschaft

Georgswall 1, 26603 Aurich

Das Landschaftsforum der Ostfriesischen Landschaft findet sich seit Mai 2009 in den umgebauten Räumen der Ostfriesischen Sparkasse. Die ehemalige Schalterhalle wurde zum Veranstaltungszentrum umgebaut, hier werden Lesungen, Kabarett, Kleinkunst, Theater und Konzerte durchgeführt. Im ebenfalls restaurierten ehemaligen Tresorraum der Sparkasse verbirgt sich eine Ausstellung zur Geschichte der Ostfriesischen Landschaft mit Exponaten aus neuer und alter Zeit. Der Weg von der Friesischen Freiheit bis zur Neuzeit ist hier anschaulich dargestellt.

http://www.ostfriesischelandschaft.de/index.php

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